Heimatmuseum Dahme/Mark

Museumsausstellung:

Die Tracht und das Brauchtum sowie das bäuerliche Leben des 18. und 19. Jahrhunderts im Niederen Fläming bilden einen Schwerpunkt der ständigen Ausstellung. Ebenso dargestellt ist die Entwicklung des örtlichen Handwerks, insbesondere der hier einst bedeutenden Zigarrenindustrie und des Blaudrucks. Ein weiterer Aspekt widmet sich dem seit jeher regen Vereinsleben der Stadt. Besonderer Blickfang ist das „Ratszimmer“ mit geschnitzten Möbeln aus der Zeit des Barock bis zur Neorenaissance.


Würdigung erfahren unter anderen auch zwei der bedeutendsten Söhne der Stadt:
Otto Unverdorben (1806- 1873), der Erst-Entdecker des Farbstoffes Anilin und Begründer der hiesigen Zigarrenindustrie, sowie
Friedrich Wilhelm Kullrich (1821-1887), der als Erster Medailleur der Berliner Münze und Hofmedailleur zunächst Preußens Münzen und nach 1871 die Geldstücke für Deutschland entwarf.

Legendäre Persönlichkeiten, die unsere Stadtgeschichte prägen sind Frau Böhren und Nachtwächter Schmidt.

Weitere Persönlichkeiten der Stadt finden Sie unter folgendem Link: Töchter & Söhne der Stadt

Wechselnde Sonderausstellungen sowie Veranstaltungen unterschiedlichster Art machen das Museum Dahme stets aufs Neue für einen Besuch interessant. Ebenfalls interessant ist die Sammlung historischer Ansichtskarten von Dahme/Mark: Historische Ansichtskarten.

 

Aktuelle Sonderausstellung: 

Dorfbilder 14.10.26-14.02.27

Fotografien von Swen Bernitz

    

Plakat Fotoausstellung

Ein Backsteingiebel, ein Anbau aus Wellblech, ein Fenster, das irgendwann zugemauert wurde: Die Häuser in unseren Dörfern erzählen Geschichten – wenn man sie anschaut. Ab dem 11. Oktober 2026 zeigt das Heimatmuseum Dahme Fotografien, die genau das tun.

Dorfbilder ist ein fotografisches Langzeitprojekt über die Häuser, Höfe und Scheunen des ländlichen Brandenburg. Über eine Architektur also, an der wir jeden Tag vorbeigehen, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Sie steht nicht in Reiseführern und selten unter Denkmalschutz. Sie prägt aber das Bild unserer Dörfer mehr als jede Kirche und jedes Gutshaus.

Wer genauer hinsieht, entdeckt auf diesen Bildern ein erstaunliches Nebeneinander: Backstein trifft auf Wellblech, alte Holzverschalung auf neue Wärmedämmung, ein Stall wird zur Garage, eine Scheune bekommt ein Dach aus dem, was gerade da war. Jede dieser Lösungen hatte einmal einen Grund – knappes Geld, knappes Material, eine wachsende Familie, ein neuer Anfang. So ist über Generationen eine Baukultur entstanden, die niemand geplant hat und die trotzdem einer eigenen Logik folgt.

Auf den Aufnahmen sind keine Menschen zu sehen und keine Autos. Das ist Absicht. Ohne diese Ablenkung treten Formen, Proportionen und Materialien hervor, und die Häuser bekommen Raum, für sich selbst zu sprechen. Und doch handelt jedes Bild von Menschen: von denen, die hier gebaut, umgebaut, repariert und weitergemacht haben. Ihre Entscheidungen sind in den Wänden abzulesen. Das Schwarzweiß nimmt den Bildern das Malerische und schenkt ihnen dafür Ruhe.

Für die Ausstellung in Dahme hat Swen Bernitz einen Querschnitt aus dem fortlaufenden Projekt zusammengestellt – mit einem Schwerpunkt auf Aufnahmen aus dem Landkreis Teltow-Fläming und der näheren Umgebung. Manche Besucherinnen und Besucher werden Häuser wiedererkennen: aus dem Nachbardorf, von der Strecke zur Arbeit, vielleicht aus der eigenen Straße. Genau darin liegt der Reiz – das Vertraute noch einmal neu zu sehen.

Denn vieles davon verändert sich gerade oder verschwindet ganz. Scheunen fallen zusammen, Fassaden werden geglättet, Bekanntes wird ersetzt. Die Fotografien halten einen Zustand fest, der so nicht bleiben wird, und stellen ganz nebenbei eine Frage, die uns alle angeht: Was ist uns diese alltägliche Baukultur wert, und was möchten wir davon behalten?

Die Ausstellung lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen und genauer hinzusehen. Der Eintritt ist offen für alle – Vorkenntnisse über Fotografie oder Architektur braucht es keine. Nur die Neugier, ein Stück Brandenburg mit anderen Augen zu betrachten.

Eintrittspreise:
Kinder u. Jugendliche:2,00 €
Erwachsene:

3,00 €

Schulklassen pro Schüler1,50 €
  

Entgeltordnung für das Heimatmuseum

Hausordnung für das Heimatmuseum

 

Neben der Besichtigung des Museums werden auch verschiedene Stadtführungen angeboten, auf Wunsch mit Besichtigung der Hauptkirche St. Marien, des Rathauses (inkl. Turm), der Schlossruine und des Klosters.

 

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