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Grußwort des Amtsdirektors zum Jahreswechsel

Amt Dahme/Mark, den 22.12.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

wie in den vergangenen Jahren möchte ich Ihnen einen kurzen Jahresrückblick und einen Ausblick auf das kommende Jahr geben. Am 1. Juli 2017 konnten wir gemeinsam mit aktiven und ehemaligen Bürgermeisterinnen, Bürgermeistern, Mitgliedern des Amtsausschusses und Gästen das 25. Jubiläum der Gründung des Amtes Dahme/Mark feiern. Das war Anlass dafür, Bilanz zu ziehen über die gemeindliche Entwicklung eines doch recht langen Zeitraumes. Das Amt als Verwaltungsstruktur im ländlichen Raum hat sich in unserem Bereich als erfolgreich erwiesen. Voraussetzung dafür ist eine gute Zusammenarbeit der Stadtverordnetenversammlung und der Gemeindevertretungen mit der Amtsverwaltung. Das wurde erreicht und hat dazu geführt, dass trotz finanzieller Probleme in den Haushalten der Stadt und der Gemeinden viele Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Die Erschließung zusätzlicher Finanzquellen, das heißt die Inanspruchnahme diverser Förderprogramme war und ist für kommunale Investitionen erforderlich und rückblickend bei vielen Maßnahmen erfolgreich gewesen.

Einige wichtige kommunale Investitionen möchte ich an dieser Stelle nennen:

In der Sanierung des historischen Stadtkerns Dahme mit Hilfe der Städtebauförderung durch Bundes-, Landes- und Stadtfördermittel konnten große Fortschritte erreicht werden. Darunter sind neben den vielen im Privatbesitz befindlichen Häusern öffentliche oder ehemals kommunale Gebäude besonders zu benennen, wie die Klosterkirche, die Stiftgebäude, die Kirche Sankt Marien, das Gutshaus Wahlsdorf und die Schlossruine. Für die genannten, teilweise längere Zeit leerstehenden Denkmale wurden Nutzungen entwickelt und gefunden, die den dauerhaften Erhalt sichern können.

Öffentliche Straßen und Plätze im historischen Stadtkern wurden denkmalgerecht und weitestgehend barrierefrei grundhaft saniert. Nach einjähriger Pause wird im nächsten Frühjahr der 2. Bauabschnitt der Sanierung der Hauptstraße von der Einmündung Luckenwalder Straße bis einschließlich Einmündung Herzberger Straße endlich weiter geführt.

Maßnahmen der Dorferneuerung z.B. in Rosenthal, Niebendorf-Heinsdorf und Wahlsdorf wurden umgesetzt. Gemeinsam mit den Gemeinden Niederer Fläming und Niedergörsdorf waren wir Mitinitiator der Fläming-Skate und haben ein erweitertes Radwege- und Wegenetz aufgebaut, das jeden Ort in unserem Amtsbereich erschließt. In Schöna-Kolpien und in Dahme/Mark konnten neue Feuerwehrgebäude gebaut werden und die Feuerwehrgerätehäuser in Bollensdorf, Rietdorf, Heinsdorf, Wildau-Wentdorf und Wahlsdorf wurden modernisiert. Demnächst ist die Sanierung der Gerätehäuser in Kemlitz und Görsdorf vorgesehen. Entsprechend der finanziellen Möglichkeiten wurden die aktiven Feuerwehren mit zeitgemäßer Technik und Ausrüstung ausgestattet. An dieser Stelle gilt mein ausdrücklicher Dank allen aktiven Kameradinnen und Kameraden für Ihre Einsatzbereitschaft!

Die beiden Schulen sind in einem ordentlichen Zustand und bieten gute Bedingungen für Lehrer und Schüler. Dies trifft auch auf die meisten Kindertagesstätten zu, wobei wir aktuell Grundsanierungen durchgeführt haben, wie 2017 in der Kita Rosenthal. Weitere Sanierungen in den nächsten Jahren sind bzw. werden vorbereitet, d.h. Kita Zwergenland in Dahme in 2018 und die Kita/Begegnungsstätte in Niebendorf-Heinsdorf in den Folgejahren.

Trotz aller finanziellen Probleme ist es gelungen, die sogenannten freiwilligen Aufgaben weitgehend aufrecht zu erhalten. Dazu zählen die Sportwelt in Dahme, die Freibäder in Wahlsdorf und Dahme sowie das Heimatmuseum in Dahme. Weiterhin gehören dazu zweifellos auch die Dorfgemeinschaftshäuser in den Ortsteilen unserer Stadt und Gemeinden. Verschiedene kulturelle Veranstaltungen, oft durch die Dorfgemeinschaft oder von Vereinen organisiert , haben sich fest etabliert und ziehen Besucher aus einem weitem Umfeld an.

Im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten haben wir die erfolgreiche Entwicklung unserer ortsansässigen Unternehmen unterstützt und das wird auch zukünftig so sein.

Ab dem 01.01.2018 wird die Gemeinde Niederer Fläming zum Amt dazukommen, sie tritt dem Amt Dahme/Mark bei. Die dafür notwendige Genehmigung des Innenministeriums des Landes Brandenburg ist inzwischen erteilt worden.

Dies erfolgt auf Grundlage der Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung und der Gemeindevertretungen auf freiwilliger Basis und wir erhoffen uns, dass wir dann mit einer Einwohnerzahl von ca. 9.300 Einwohnern von weiteren gesetzlich verordneten Gemeindezusammenschlüssen verschont werden, zumindest in den nächsten 20 Jahren. Welche negativen Folgen eine von „oben“ verordnete „Reform“ haben kann, zeigt die gescheiterte Kreisgebietsreform in Brandenburg. Die Widerstände aus der Bevölkerung und aus den Kommunen haben bewirkt, dass die Landesregierung das Vorhaben fallen gelassen hat.

Nach 25 Jahren endet meine Tätigkeit als Amtsdirektor mit dem 31.12.2017 und ich werde in den Ruhestand eintreten. Ich hoffe doch, dass Sie mit meiner Arbeit und der Arbeit der Amtsverwaltung im Wesentlichen zufrieden waren.

Bei den Stadtverordneten und Gemeindevertretern, mit denen ich in dieser Zeit zusammengearbeitet habe und bei den Mitarbeitern der Amtsverwaltung und den Gemeindebediensteten möchte ich mich für das entgegengebrachte Vertrauen herzlich bedanken.

Am 1. Januar 2018 nimmt der neugewählte Amtsdirektor, Herr Kaluza, seine Tätigkeit auf. Meiner Überzeugung nach kann und wird er die erfolgreiche Arbeit im Amt Dahme/Mark weiterführen.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

 

Herzlichst

Frank Pätzig