Link verschicken   Drucken
 

Draußen sein- mit den Naturkindern

Amt Dahme/Mark, den 28.11.2018

Das heißt für uns nicht nur viel Zeit im Freien zu verbringen, in unserem Garten, unserer Holzwerkstatt, spazieren auf der Skaterbahn ohne Verkehr, arbeiten auf dem Acker, sondern das sind vor allem auch unsere wöchentlichen Waldtage. Man kann nicht gerade behaupten, dass in Niebendorf- Heinsdorf, gemessen an Kindergartenkinderkraft, der Wald direkt um die Ecke liegt. Aber wie sagt man so schön, der Weg ist das Ziel. Und den machen wir uns so spannend wie nur möglich. Denn laufen am Stück, eine Strecke sind ja in unserer ohne das Auto nicht zu denkenden Umgebung, auch die Kinder nicht mehr wirklich gewöhnt, in der Regel. Also brauchen wir für den Weg in den Wald und auch wieder zurück meist eine ganze Stunde! Aber was gibt es da nicht alles zu entdecken und erleben. Kleine Haltepunkte an prägnanten Stellen laden immer wieder zum Innehalten und Beobachten ein. Ob nun der „Brunnen“, in dem man manchmal Blindschleichen entdecken kann, der Jägerhochstand, von dem man den Wald immerhin schon sehen kann oder der große Steinehaufen, der uns zu Geologen werden lässt. Endlich im Wald stärken wir uns mit kräftigen Leckereien aus dem Rucksack und dann geht’s ans Spiel. Ganz ohne Spielzeug wird an den Waldtagen geklettert, gebaut, geforscht, gespielt und vieles mehr. Da werden Bäume erklommen, um einmal einen Blick ins Vogelnest zu erhaschen oder Piratenschiffe auf hoher See geentert oder auch Eier in selbsterrichteten Vogelnestern “gebrütet“. Nachdem treffen wir uns meist auf der Lichtung zusammen, um einen kleinen Apfel zu knabbern oder ein paar Erdnüsse zu knacken und dann wird voller Spannung die Waldgeschichte erwartet. Sie bildet den Abschluss eines spannenden Draußentages und nun begeben wir uns nur noch auf den Rückweg, auf dem natürlich ebenfalls Abwechslung wartet, in Form eines knorrigen Kletterbaumes oder Gänsen, die eifrig ihr zu Hause verteidigen.

Zum diesjährigen Vorlesetag, der unter dem Motto „Natur und Umwelt“ stand, hatten wir uns in diesem Jahr Besuch aus Potsdam von der Naju (Naturschutzjugend) eingeladen. Und natürlich wurde da auch nicht nur vorgelesen. Sondern ein Vormittag mit Geschichten und Spielen rund um den Igel und das Eichhörnchen und den Winterschlaf verbracht. Eine Kennenlernrunde mit Namen und zu unseren Anfangsbuchstaben zu findenden Tieren oder Pflanzen machte den Beginn. Dann las uns Paula, von der Naju die Geschichte vom Stachelmax, Max dem Igel vor. Wir machten den Igellauf und versteckten wie die Eichhörnchen später im Garten unsere Nüsse, die wir dann, nachdem wir zwischendurch immer wieder in unserem Kobel Winterruhe gehalten haben, wiederfinden mussten. Gar nicht so einfach. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht und war wieder einmal ein tolles Erlebnis. Wir konnten viel mitnehmen, aber auch ganz schön viel von unserem Naturkinderwissen nutzen.

Wir sagen allen, die uns in diesem Jahr unterstützt haben, uns begleiten und uns ihr Vertrauen schenken ein ganz liebes Dankeschön. Die Zusammenarbeit mit vielen Menschen vor Ort und aus den umliegenden Dörfern, aber auch von weiterher wie jetzt zum Vorlesetag, bereichert unsere Arbeit und erfüllt uns mit immer wieder neuen Ideen. Ein schönes Weihnachtsfest und ein abenteuerliches und entdeckungsreiches neues Jahr.

Die Naturkinder aus Niebendorf-Heinsdorf
Imke Hofbauer

 

Foto: Naturkinder 2018

Fotoserien zu der Meldung


Naturkinder (23.11.2018)