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Neujahrsschießen mit sehr guter Beteiligung

06.01.2019

Am 06.01.2019 war es endlich wieder so weit: Die St. Hubertus Schützenbruderschaft Hohenseefeld veranstaltete ihr Neujahrsschießen auf der 100m-Bahn in Dahme. Erstens, um das neue Jahr auch als Schützen würdig zu begehen, zweitens, um sich im Wettstreit zu messen.

Unter der Ägide von Schützenkönig Matthias Müller samt Hofstaat und vor allem nach kluger und fleißiger Vorbereitung durch den Vorstand konnte das Turnier beginnen. Geschossen wurde mit Ordonnanzgewehr mit offener Visierung sitzend aufgelegt, d.h. nach Regel 9.10 des Brandenburgischen Schützenbundes. Unter anderem wird dem Neujahrsschießen in jedem Jahr deshalb entgegengefiebert, weil dies die einzige Gelegenheit im Jahr darstellt, eine Schützenschnur zu erwerben die, wenn es denn klappt, einen schmucken Schützen noch zusätzlich schmückt.

Der königliche Zahlmeister und Rechnungsführer Manfred Zieke fiebert dem Event regelmäßig entgegen, weil sich hier die Gelegenheit bietet, die Mitgliedsbeiträge in bar abzukassieren – eine ebenso angenehme wie nützliche Tätigkeit.
In der ersten Runde ging es darüber hinaus auch um den Titel des „Neujahrskönigs“, passend zum Datum: Am Fest der Heiligen Drei Könige „König“ zu werden ist schon etwas Besonderes.

Offensichtlich hatten die Schützen aber auf den Genuß von Zielwasser im Vorfeld verzichtet, was dazu führte, daß zwar ordentiche, nicht aber herausragende Schießleistungen gezeigt wurden. Schießleiter Heinz Wäsche und seine Standaufsichten blieben dennoch gelassen. So wurde denn unser Schützenbruder Gunnar Wieland mit 86 Ringen Sieger, gefolgt von Gunter Biedermann (75 Ringe). Unser hochverehrter Kompaniechef Jörg Niendorf wurde mit 71 Ringen Dritter. Ob der König für das nächste Schießen den Genuß von Zielwasser per Edikt verbindlich zur Teilnahmevoraussetzung macht, steht noch in den Sternen. Gegebenenfalls läßt er sich durch die stattliche Anzahl von siebzehn Schützenschnüren, die trotz allem an diesem Tag errungen wurden, gnädig stimmen und er beläßt es bei der bisherigen Praxis, stärkende Getränke erst nach dem Schießen zu konsumieren.

Diesem Brauch wurde nach Schießende in Herbersdorf gefrönt. In der Gaststätte Wäsche in der Residenzstadt (naja, im Residenzdorf…) unseres Königs Matthias Müller wurde der Wettkampf bei Getränken ausgewertet und am Buffet nachbereitet. Den kulinarischen Genüssen, die in liebevoller Weise aufgetischt waren, sprach man allenthalben kräftig zu. Gestört wurde die Feier nur kurz durch eine Ulk-Ansprache von „Winterkönig“ und Hofmarschall Gunnar Wieland, die aber wenigstens den Vorteil hatte, kurz zu sein und mit „Prost“ zu enden. Als am frühen Nachmittag zum Aufbruch geblasen wurde, durfte der Vorstand konstatieren, daß man das Jahr 2019 würdig und mit Spaß eingeläutet hatte.

Der Dank für den gelungenen Wettkampftag mit Kameradschaftspflege gilt dem Vorstand, den Helfern beim Schießen und Seiner Majestät, unserem Schützenkönig Matthias Müller!
 

 

Foto: Voll war es im Vorraum des Schießstandes