Auswirkungen der neuen Lockerungen der Pandemie

Amt Dahme/Mark, den 07.05.2020

Beschränkungen für das Amt Dahme/Mark

 

Aufgrund der von der Bundesregierung am gestrigen Mittwoch beschlossenen Lockerungen der Beschränkungen für Handelsbetriebe, Gastronomie und weitere Bereiche der Wirtschaft und der daraus resultierenden Aufhebung von Beschränkungen auf kommunaler Ebene, wird es nunmehr für die Kindertagesstätten und Schulen im Amt Dahme/Mark zum Problem, die Betreuung der Kinder unter den vorgeschriebenen Notbetreuungsmaßgaben zu gewährleisten bzw. weitere Kinder aufzunehmen. Die Anspruchsvoraussetzungen für die Notbetreuung in Schulen und Kita`s sind, im Zuge der Pandemie Entwicklung, immer weitreichender geworden. Demnach besteht mittlerweile für viele Eltern mit ihren Kindern ein Notbetreuungsanspruch für die Kita oder Schule. Die Kindertageseinrichtungen und Schulen können allerdings, unter den neu definierten Abstands- und Hygieneregeln, kaum noch weitere Kinder aufnehmen. Denn die Kapazität der Kinderzahl pro Einrichtung ist durch die Hygieneauflagen deutlich reduziert. „In vielen Einrichtungen im Amt Dahme/Mark müssen wir feststellen, dass die neue Aufnahmekapazität mittlerweile fast erreicht ist“, so Amtsdirektor David Kaluza. „Als Träger von Kindertagesstätten haben wir jedoch die Verantwortung die vorgegebenen Hygieneregeln umzusetzen. Weitere Lockerungen werden nun zu weiteren Anträgen auf Notbetreuung führen. Das heißt, die Eltern haben zwar den Anspruch auf Notbetreuung, aber wir können keine Kinder mehr aufnehmen. Das wird die zukünftige reale Praxis werden“, so der Amtsdirektor weiter. „Ich appelliere daher an die Politik, die Aufhebung so zu gestalten, dass es für alle machbar ist, die rechtlichen Vorgaben umzusetzen und gleichermaßen die Bedarfe der Eltern zu decken. So sollte schnellstens geprüft werden, ob man bereits vorhandenes pädagogisches Personal in den Schulen mit mehr Stundenvolumen ausstattet, dass man Samstagsbeschulung prüft oder über alternative Beschulungsangebote wie Unterricht in Turnhallen oder die Nutzung von Gemeindezelten nachdenkt.“