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Ehrenamt in Teltow-Fläming, Engagierte Einwohnerinnen und Einwohner wurden geehrt

Amt Dahme/Mark, den 07.12.2020

Pressemitteilung des Landkreises Teltow-Fläming:

 

Ehrenamt in Teltow-Fläming

Engagierte Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises wurden geehrt

 

In diesem Jahr kam alles anders: Trotz intensiver Bemühungen, die Feierstunde zum Tag des Ehrenamtes 2020 mit angemessenem Hygienekonzept am 3. Dezember 2020 im Kreishaus umzusetzen, musste sie auf Grund des aktuellen Infektionsgeschehens abgesagt werden. Landrätin Kornelia Wehlan und Kreistagsvorsitzender Danny Eichelbaum wollten es dennoch nicht versäumen, die Ehrungen zu übergeben. In diesem Jahr „mit Abstand“ – also postalisch, aber dennoch nicht mit weniger Würdigung.

„In Zeiten der Corona-Pandemie steht auch das ehrenamtliche Engagement vor großen Herausforderungen und erlangt zugleich eine besondere Bedeutung. In Deutschland engagieren sich etwa 30 Millionen Menschen ehrenamtlich. Ohne dieses Engagement würde es eine Vielzahl von Angeboten nicht geben – auch nicht im Landkreis Teltow-Fläming. Es geht um das Leben und die Gemeinschaft, und beides können wir zusammen prägen. Die Menschen sind es, die unseren Landkreis so l(i)ebenswert machen. Und dafür danke ich ihnen von Herzen“, betont Landrätin Kornelia Wehlan.

Auch Kreistagsvorsitzender Danny Eichelbaum stellt die große Bedeutung des Ehrenamtes in den Vordergrund:

„Das bürgerschaftliche Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ich bin stolz, verdiente Bürger*innen in Teltow-Fläming jedes Jahr stellvertretend für die vielen Menschen im Kreis zu ehren, die sich tagtäglich für ihre Mitmenschen einsetzen und sich so tatkräftig im Ehrenamt engagieren. Durch die Corona-Pandemie waren und sind wir vor besondere Herausforderungen gestellt. Hier zeigt sich besonders die Bedeutung im Ehrenamt, beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe. Am Internationalen Tag des Ehrenamtes möchte ich mich ausdrücklich für das gesellschaftliche Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger bedanken.“

In diesem Jahr wurden folgende Bürger*innen von den Kommunen für eine Ehrung vorgeschlagen:

Gemeinde Am Mellensee: Ulf Heimann aus Kummersdorf-Alexanderdorf

Pro Mellensee e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich um den Schutz des Sees und der Umwelt bemüht. Dort engagiert sich Ulf Heimann ehrenamtlich für die Arbeitsgemeinschaft Wandern. Außerdem ist er in den Bereichen Umwelt, Tourismus, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Kunst, Kultur und Jugend aktiv.

 

Gemeinde Blankenfelde-Mahlow: Dr. Ulrike Kersting

Dr. Ulrike Kersting  hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Projektes „Ausländerkrankenhaus“. Das Projekt besteht seit 2012 und ist seitdem mit ihrer Unterstützung Schritt für Schritt weiterentwickelt worden. Darüber hinaus bietet sie ehrenamtlich für alle Interessierten Führungen über das Gelände an, die auch regelmäßig genutzt werden. Weiterhin ist sie Mitglied der Ideenwerkstatt und bereichert sie mit ihren Gedanken und Vorschlägen

 

Gemeinde Großbeeren: Antonia Queren-Wolf aus Diedersdorf

Seit es in Großbeeren ein Übergangswohnheim gibt, engagiert sich Antonia Queren-Wolf für dessen Bewohnerinnen und Bewohner. Die gelernte Näherin gibt den Geflüchteten Nähkurse und zeigt ihnen so, wie Kleidung genäht und repariert werden kann. Vor zwei Jahren hat sie zudem die „Kleiderkammer“ übernommen und koordiniert seitdem die Spendenannahme und -ausgabe an die Bewohner*. Während der Corona-Krise hat Antonia Queren-Wolf zahllose Mund-Nasen-Bedeckungen genäht und diese verschenkt bzw. zum Selbstkostenpreis verkauft. Die Gemeinde Großbeeren dankt ihr und allen weiteren ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement!

 

Gemeinde Dahmetal: Carola Heinecke

Die Vorsitzende des Heimatverein Görsdorf e. V. hat sich große Verdienste um die Entwicklung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Gemeinde und insbesondere im Ortsteil Görsdorf erworben. Sie hat maßgeblichen Anteil an der Organisation und Durchführung von einer Vielzahl von Veranstaltungen (Fasching, Tanzveranstaltungen, Dorffeste, Jubiläen, Weihnachtsfeiern u. a.). Es ist ihr vorbildlich gelungen, alle Altersgruppen in die Arbeit des Vereins einzubeziehen. Hervorzuheben sind auch ihre Verdienste um die Integration der Zuzügler in die Gemeinde. Ihre Hilfsbereitschaft ist herausragend – ob es um gesellschaftliche oder private Anliegen geht. 

 

Gemeinde Ihlow: Werner Schröder aus Illmersdorf

Er ist seit 1978 Gemeindevertreter. Bis 1994 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Illmersdorf. Nach der Gemeindegebietsreform und dem Zusammenschluss von 6 Gemeinden übernahm er das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Ihlow.

 

Gemeinde Niederer Fläming: Reinhard Schmidt aus Werbig

Reinhard Schmidt ist als Unterstützer und als stellvertretender Ortsvorsteher ständig aktiv, um neue Ideen für den Zusammenhalt im Ort umzusetzen. So organisierte er vor Jahren den Treffpunkt „Bank am Teich", freitags, 10 Uhr, für ältere Herren aus Werbig und Umgebung. Dorf-, Teich- und Straßenfeste wurden gemeinsam vorbereitet und durchgeführt. Seine Idee, Bänke als Ruheplätze rund um und in Werbig aufzustellen, kam bei den Bewohner*innen gut an. Die Vorbereitung und Durchführung der alljährlichen Rentnerweihnachtsfeier gemeinsam mit dem Ortsvorsteher und anderen Helfern ist ihm Herzenssache.

 

Stadt Dahme/Mark: Harald Schenke

Als ehrenamtlicher Heimatfotograf dokumentiert Harald Schenke die Stadt- und Umlandgeschichte seit Jahrzehnten. Er arbeitet historische Aufnahmen auf und zieht den  fotografischen Vergleich zum heutigen Zustand. Außerdem dokumentiert er das Baugeschehen, so u. a. an den Baustellen für die B102, den Rathausturm, oder den REWE-Markt. Für seine Arbeit kann er auf ein umfangreiches Bildarchiv zurückgreifen.

 

Stadt Ludwigsfelde: Maren Ruden

Sie setzt sich seit 1991 auf vielfältige Weise ehrenamtlich im kommunalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich für ihre Heimatstadt ein. Maren Ruden war viele Jahre als Stadtverordnete tätig und spielte im Amalu e. V. Theater. Als Gründungsmitglied des Ludwigsfelder Frauenstammtisch e. V. hat sie über Jahrzehnte dazu beigetragen, dass Frauen verschiedener Kulturen auf Augenhöhe zusammenkommen. Sie organisierte Spendenaktionen,  ist im Netzwerk für Demokratie des Landkreises aktiv und engagiert sich auf Bundes- und Landesebene seit Jahren gegen Kindesmissbrauch.

Maren Ruden gehört zu den Menschen, die sich mit einer hohen Motivation für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einsetzt, dabei ihre Bedürfnisse im Blick hat, stets konstruktiv handelt und die bestmöglichen Lösungen für das Gemeinwesen erzielen möchte.

 

Stadt Luckenwalde: Klaus Kaiser

Er unterstützt als ehrenamtlicher Helfer die Arbeit der Luckenwalder TAFEL. Als zuverlässiger Kraftfahrer ist er unverzichtbar, um die gespendeten Lebensmittel aus den Supermärkten der Region und aus dem Großmarkt nach Luckenwalde zu schaffen. So wird der Nachschub für die Versorgung von 400 Menschen pro Woche gesichert. Auch sein handwerkliches Geschick ist immer wieder gefragt, wenn es um schnelle Reparaturen und die Sicherstellung betrieblicher Abläufe geht. Die Luckenwalder Tafel war im Unterschied zu anderen Einrichtungen dieser Art während der Corona-Krise nie geschlossen. Es wurde Herrn Kaiser freigestellt, zuhause zu bleiben, da er als Rentner altersbedingt zur Risikogruppe gehört. Doch er entschied, dass das für ihn nicht infrage kommt, weil gerade in der Krise die Hilfebedürftigen besonders auf die Leistungen der Tafel angewiesen sind. Mit Herrn Kaiser sollen stellvertretend alle anderen Menschen geehrt werden, die Tag für Tag DIE TAFEL am Laufen halten.

 

Gemeinde Niedergörsdorf: Malgorzata Lesko aus Altes Lager

Sie unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Altes Lager, in der ihre drei Söhne aktiv sind, auf besondere Art und Weise:  Als die Corona-Pandemie begann, erklärte sie sich sofort bereit, Masken zu nähen. Am Ende waren es mehr als 500 Stück, die sowohl in Altes Lager verteilt als auch der Grundschule „Thomas Müntzer“ in Blönsdorf übergeben wurden. Unterstützt wurde sie von den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr. Da sie sich in der Corona-Zeit nicht treffen konnten, gab es sozusagen eine „Hausaufgabe“: den Zuschnitt des Stoffes.

 

Gemeinde Nuthe-Urstromal: Martin Volkmann aus Zülichendorf

Herr Volkmann ist seit 21 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Er bekleidet das Amt des Wehrführers der Löschgruppe und bekam im Dezember 2017 die Aufgaben des Gemeindefeuerwehrjugendwarts der Freiwilligen Feuerwehr Nuthe-Urstromtal übertragen. Neben der Ausbildung und Aufklärung gestaltet Martin Volkmann für die junge Feuerwehrgeneration ein abwechslungsreiches Wettkampfleben. So ist er im Zusammenspiel mit vielen weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern maßgeblich an der Organisation und Durchführung verschiedenster Veranstaltungen beteiligt – innerhalb der Gemeinde als auch auf kreislicher Ebene. Als Beispiele seien hier das Geländespiel der Kinder- und Jugendfeuervereine der Gemeinde Nuthe-UrstromtaI und das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Teltow-Fläming genannt.

 

Gemeinde Rangsdorf: Wolfgang Bonneß

Herr Bonneß engagiert sich im Verein „Grenzenlos Rangsdorf e. V.“ seit Beginn der Flüchtlingskrise. Er setzt sich dafür ein, dass die heimatlosen, zum Teil traumatisierten Menschen in Rangsdorf ein neues Zuhause finden und unterstützt sie beim Ankommen und Kennenlernen ihrer neuen Heimat. Herr Bonneß ist auch aktiv im Verein „Gesundheit und Bildung Gambia e. V.“, in dem er seit April 2009 im Vorstand mitarbeitet. Der Verein engagiert sich in dem kleinsten afrikanischen Land primär für medizinische Hilfe und Bildung. Die Vermittlung von Schülerpatenschaften zwischen deutschen Familien und gambischen Kindern und Jugendlichen macht es jungen Menschen möglich, die Schule zu besuchen, um Lesen und Schreiben zu lernen und so eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe zu bekommen.

 

Stadt Trebbin: Ute Buchhorn aus Löwendorf

Sie engagiert sich als Betreuerin weit über ihre beruflichen Pflichten hinaus, um Menschen in würdevolle Lebensverhältnisse zurückzuführen. Dabei nimmt sie sich mehr Zeit für die Betroffenen als üblicherweise. Kein Fall ist ihr zu hoffnungslos, um es nicht zu probieren.

Sie steht im engen Kontakt zur Stadtverwaltung Trebbin und hält sie über mögliche Probleme auf dem Laufenden.

Frau Buchhorn ist liebevoll im Umgang mit den Betreuten und resolut im Umgang mit Behörden. Sie erreicht mit Ehrgeiz und langem Atem Dinge für ihre Mandant*innen, die man kaum für möglich hält.

 

Stadt Jüterbog: Kathrin Niemeyer aus Oehna

Frau Niemeyer arbeitet ehrenamtlich für den Jugendclub auf dem Neumarkt. Nur durch ihr Engagement ist es möglich, diese Anlaufstelle am Laufen zu halten. Sie verwaltet die Schlüssel, sorgt für die Reinigung und die Ordnung in diesen Räumen und organisiert, gemeinsam mit den Senior*innen dieses Stadtteils, Verabredungen und wöchentliche Treffs. Frau Niemeyer unterstützt die Jugendlichen mit ldeen und Angeboten, wie z. B. Dart- oder Skatspielen und Gesprächen. Sie wirkt bei jährlichen Veranstaltungen mit, beispielsweise beim Tanzberg-, Ernte- oder Generationsfest. Dass sich alle Altersgruppen im Club kennenlernen, einander schätzen und unterstützen, geht auf ihre Arbeit zurück. Das gesellschaftliche Miteinander dieses Stadtteils wäre ohne Frau Niemeyer wohl nicht auf so gutem Niveau.

 

Stadt Zossen: Prof. Dr. Sonja Brentjes

Sie  packte in der (Corona) Zeit viele unterschiedliche Aufgaben an:

  • Unterstützung des Krisenstabes der Stadt Zossen

  • Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung der Hausaufgaben einiger Kinder in Familien

  • Spaziergänge mit Kindern, um den Eltern Entlastung zu geben

  • Einkäufe erledigen in der Zeit, als Menschen unter Quarantäne standen

  • Unterstützung beim Schneidern von Mund- und Nasenbedeckungen

 

Weitere Informationen zum Ehrenamt

Informationen des Landes Brandenburg zum Thema Freiwilliges Engagement in Zeiten von Corona finden Sie unter diesem Link: https://ehrenamt-in-brandenburg.de/informationen/informationen-zum-freiwilligen-engagement-in-zeiten-der-corona-pandemie/

 

Die Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg bescheinigt das freiwillige Engagement und berechtigt ihre Inhaberinnen und Inhaber bei den Partnerunternehmen Vergünstigungen zu erhalten. Zahlreiche Museen, Kultureinrichtungen, Einzelhändler, Gastronomieunternehmen und weitere Dienstleister in Berlin und Brandenburg bieten verschiedenste Rabatte an. Die Ehrenamtskarte in Brandenburg kann erhalten, wer sich:

  • mindestens ein Jahr im Umfang von 200 Stunden engagiert hat,

  • das Ehrenamt in Brandenburg ausübt und

  • die Absicht hat, das Ehrenamt fortzusetzen.

Informationen zur kostenfreien Antragsstellung und Partnerunternehmen finden Sie hier: https://ehrenamt-in-brandenburg.de/anerkennung-2/ehrenamtskarte/