Teilen auf Facebook   Teilen auf Twitter   Teilen auf Google+   Link verschicken   Drucken
 

Ihlow

Kirche im Ortsteil Ihlow der Gemeinde

Der Ortsteil Ihlow steht mit seinem Namen Pate für die Großgemeinde, zu der die Dörfer Bollensdorf, Illmersdorf, Mehlsdorf (mit dem Gemeindeteil Karlsdorf), Niendorf und Rietdorf zählen. Ihlow, oft von den Einwohnern Ihle genannt, wurde um 1205 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1875 wütete ein mächtiges Feuer im Ort, das einen stattlichen Wiederaufbau zur Folge hatte. Angelegt ist es als großes, sehenswertes Straßendorf, das sich den Gästen in einem sehr gepflegten Zustand präsentiert. Ihlow besitzt das einzige dörfliche Gotteshaus im Fläming mit einem zweispitzigen Kirchturm. Ein slawischer Ringwall mit umlaufendem Graben befindet sich ca. 2,5 km südwestlich vom Ort entfernt in einer sumpfigen Niederung. Dieser Borchelt war einst ein wendischer Opferplatz und später eine Raubritterburg. Durch den Ort führte die Bahnstrecke der Schmalspurbahn JLKB (Jüterboger - Luckenwalder - Kleinbahn). Der Reiseverkehr wurde allerdings 1963 eingestellt. Heute kann man die Strecke wieder befahren, allerdings auf acht Rollen, das heißt auf Skates. Anfang der sechziger Jahre herrschte in der Region große Aufregung, da ein unbekanntes Tier sein Unwesen trieb. 1961 wurde durch Werner Schmidt dem räuberischen Treiben ein Ende gesetzt und im Mehlsdorfer Busch ein stattlicher Wolf erlegt. Der graue Räuber ist heute noch im Jüterboger Museum ausgestellt und ein Gedenkstein nahe Mehlsdorf erinnert daran. Ihlow erreichen Sie über die Flaeming-Skate, Europas Skateregion südlich von Berlin, per Inline-Skates oder per Fahrrad, fernab von störendem Autoverkehr.