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Dorfkirchenruine Heinsdorf

Die Dorfkirche um 1960

Heinsdorf - Angerstraße
15936 Dahme/Mark

Telefon (033744) 60038

E-Mail E-Mail:
Homepage: https://www.heinsdorfer-kirche.de/index.php

Vorstellungsbild

Heinsdorf liegt im Niederen Fläming etwa 10 km nordwestlich von Dahme/Mark. Das Dorf besaß eine spätromanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit einem Westturm aus dem 16. Jahrhundert. Wegen Baufälligkeit wurde 1970 die Kirche bis auf eine Höhe von ca. 2,50 m abgetragen und mit Trümmern und Erde aufgefüllt. Dabei wurde auch der Turm um ca. 8 m heruntergesetzt. Er wurde 1995 wegen Einsturzgefahr gesperrt und somit auch das Glockenläuten eingestellt.

 

Die Kirchenruine liegt mitten im Dorf in anmutiger Lage, an einem gepflegten Dorfteich und denkmalgeschützten Park. Sie ist von alten Laubbäumen und Grabmalen umgeben. In ihrer unmittelbaren Nähe verläuft die überregional bedeutsame Flaeming-Skate und die vielfrequentierte Gaststätte zum Anger. Hierdurch werden schon heute viele Menschen angezogen.

 

Die Kirche heute (2009)

 

Durch Witterungseinflüsse war die Ruine vom völligen Verfall bedroht. Um das denkmalgeschützte Bauwerk zu erhalten und dieses nach der Sanierung für eine vielseitige Nutzung herzurichten, gründeten 23 Heinsdorfer am 20. September 2007 den nun auf 36 Mitglieder angewachsenen Förderverein Sanierung Kirche Heinsdorf. Zwischen der Eigentümerin (Kirchengemeinde Gebersdorf) und dem Förderverein besteht eine gute Zusammenarbeit. Das Projekt wird mit großem Interesse in der Region verfolgt und von vielen Bürgern und Betrieben tatkräftig unterstützt.

 

Das Kirchengebäude mit Turm soll nach der Sanierung den Einwohnern des Dorfes und den Besuchern für vielseitige Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Dazu sollen das ehemalige Kirchenschiff für kulturelle und auch kirchliche Zwecke und der Turm für Ausstellungen zur Geschichte des Dorfes und der Kirche nutzbar gemacht werden. Die aus dem Jahre 1922 stammenden Eisenhartgussglocken sollen wieder erklingen.

 

Die Glocken sollen 2010 wieder erklingen 

 

Damit die Ruine für die gesteckten Ziele genutzt werden kann, soll der inzwischen zu drei Vierteln freigelegte Innenraum des Kirchenschiffes gänzlich bis zum gepflasterten Steinfußboden beräumt werden. Die Umfassungsmauern sollen saniert werden. Dann soll der Kirchenraum mit den ca 2,5 m hohen Seitenrändern aus bearbeiteten Feldsteinen ein Dach erhalten, das den Ruinencharakter und die Open-Air-Atmosphäre beibehalten lässt. Mit dieser originellen Ruinenkirche entsteht eine touristische Attraktion als kulturelles Zentrum und als ein offener Ort der Einkehr auch für Radler, Skater und Rollstuhlfahrer (barrierefrei) vom direkt vorbeiführenden Skaterweg. Wegen der Nähe zur Gastwirtschaft bietet sich die Kirche auch für unterschiedliche Festlichkeiten an.

 

In einem 1. Bauabschnitt (2008) wurde die Ostseite des Turmes vom aufgefüllten Erdreich befreit und gesichert. Die dabei freigelegten angrenzenden Mauern der Kirchenruine wurden saniert. Der 2. Bauabschnitt sah die Hüllensanierung des Turmes vor. Die durch Risse fehlenden Steine und ausgewaschene Fugen gezeichneten Turmfassaden wurden nun gänzlich saniert. Das mit maroden Betonziegeln gedeckte Dach wurde erneuert. Durch diese Hüllensanierung ist der ehemals einsturzgefährdete Turm nun nachhaltig gesichert. Darüber hinaus wurden im Jahre 2009 der Turm mit einem E-Anschluss versehen und im Kircheninneren die Schuttberäumung fortgesetzt.

 

Im geplanten 3. Bauabschnitt (2010) wird die tragende Fachwerkkonstruktion des Turmes saniert und er soll mit neuen Fenstern und Schallluken entsprechend der Auflagen des Denkmalschutzes ausgerüstet werden. Der Turm wird wieder sicher begehbar gemacht. Auch die Glocken sollen zum Weihnachtsfest 2010 wieder erklingen.

 

Um aber den Niederen Fläming um solch einen attraktiven originellen Ort zu bereichern, sind wir auf starke finanzielle Hilfe angewiesen. Helfen Sie bitte mit, dieses Projekt zu realisieren.

 

Förderverein

 

Die Glocke der Kirche läutet wieder (Artikel in der Lausitzer Rundschau)

 

Eine Ruine wird zum Hingucker (LR vom 13.03.18)